Wie viel muss ich monatlich sparen, um Millionär zu werden?
Die Millionen-Frage lässt sich tatsächlich ausrechnen – die Antwort hängt aber stärker von der Rendite als vom Sparbetrag ab, und das überrascht die meisten. Die nackten Zahlen Bei einer angenommenen Rendite von 7 % pro Jahr (ein üblicher langfristiger Durchschnittswert für einen breit gestreuten Aktien-ETF) brauchst du, um in 30 Jahren eine Million zu erreichen,…
Die Millionen-Frage lässt sich tatsächlich ausrechnen – die Antwort hängt aber stärker von der Rendite als vom Sparbetrag ab, und das überrascht die meisten.
Die nackten Zahlen
Bei einer angenommenen Rendite von 7 % pro Jahr (ein üblicher langfristiger Durchschnittswert für einen breit gestreuten Aktien-ETF) brauchst du, um in 30 Jahren eine Million zu erreichen, rund 875 € monatliche Sparrate ohne Startkapital. Bei 20 Jahren Laufzeit steigt die nötige Rate auf etwa 1.950 €, bei 40 Jahren sinkt sie auf ungefähr 420 €.
Der Unterschied zwischen 20 und 40 Jahren ist kein Zufall, sondern der Kern des Zinseszinseffekts: Zeit ersetzt Sparrate, und zwar nicht linear, sondern mit wachsender Wirkung.
Warum die Rendite wichtiger ist als die meisten denken
Bei 5 % statt 7 % Rendite steigt die nötige monatliche Rate für 30 Jahre von 875 € auf rund 1.200 € – ein Renditeunterschied von nur 2 Prozentpunkten verändert die nötige Sparleistung um fast 40 %. Das ist der Grund, warum die Wahl der Anlageform (Sparbuch vs. breiter Aktien-ETF) langfristig oft einen größeren Hebel hat als eine höhere Sparrate.
Die Million ist nicht die eigentliche Zielgröße
Hier lohnt sich ein zweiter Blick: Eine Million in 30 Jahren ist nicht dasselbe wie eine Million heute. Bei 2,5 % durchschnittlicher Inflation entspricht eine Million in 30 Jahren einer heutigen Kaufkraft von rund 475.000 €. Das ist kein Grund, das Ziel aufzugeben – aber ein guter Grund, nicht nur auf die nominale Zahl zu schauen, sondern auf das, was sie in echter Kaufkraft tatsächlich bedeutet.
Und die Steuer?
Auch das gehört zur ehrlichen Rechnung. Auf dem Weg zur Million fällt Steuer auf die Kursgewinne an – 27,5 % KESt in Österreich, Abgeltungsteuer plus Soli in Deutschland (mit Teilfreistellung, je nach Fondstyp). Das reduziert das reale Endkapital zusätzlich zur Inflation. Wer nur mit der nominalen Zielzahl plant, überschätzt regelmäßig, was am Ende tatsächlich verfügbar ist.
Rechne mit deinen eigenen Zahlen
Die genannten Werte sind Richtwerte mit angenommener Durchschnittsrendite und ohne Kursschwankungen – die Realität verläuft nie so glatt. Mit unserem Sparplan-Rechner kannst du dein eigenes Ziel, deine Laufzeit und deine erwartete Rendite eingeben und siehst direkt das nominale und das reale Endkapital nach Steuer und Inflation – nicht nur die beeindruckende Zahl auf dem Papier.
Keine Anlageberatung. Renditen der Vergangenheit sind keine Garantie für die Zukunft.